Neuere deutsche Literaturwissenschaft
Das Studium der Neueren deutschen Literaturwissenschaft vermittelt analytische Kompetenzen im Umgang mit literarischen Texten von 1700 bis zur Gegenwart und eröffnet in systematischer und historischer Perspektive Einsichten in die genuine Leistung der deutschsprachigen Literatur im gesamtkulturellen Rahmen, d.h. im Verhältnis zu anderen Literaturen, Wissensformen, Medien und Künsten. Dabei fragt das Fach sowohl nach den Verfahren literarischer Texte als auch nach den Bedingungen, Möglichkeiten und Grenzen des Verstehens von Literatur.
Die Zürcher Neuere deutsche Literaturwissenschaft vertritt das Fach in seiner ganzen Breite. Sie stellt den literarischen Text ins Zentrum und ist einer epistemologisch reflektierten Philologie verpflichtet. Historische und poetologische Perspektivierungen der Texte spielen dabei eine ebenso grosse Rolle wie die allgemeine Literaturtheorie, Editionsphilologie und anwendungsorientierte, praxisbezogene Untersuchungen. So bietet die Abteilung als grösste am Deutschen Seminar vertretene Fachrichtung nicht allein ein breitgefächertes fachwissenschaftliches Studium von der Bachelor- über die Master- bis zur Doktoratsstufe an, sondern beteiligt sich zentral an der Ausbildung von Gymnasiallehrpersonen und partizipiert am kulturellen Leben von Stadt und Kanton. Zu den regelmässigen Veranstaltungen gehören u. a. die Poetikvorlesung im Literaturhaus, öffentliche Tagungen, Ringvorlesungen, Buchvernissagen und Ausstellungen. Ihrem Selbstverständnis entsprechend pflegt die Zürcher Neuere deutsche Literaturwissenschaft nicht nur einen intensiven Austausch mit den weiteren am Deutschen Seminar und der UZH vertretenen Fachrichtungen bzw. Philologien, sondern ist Teil eines beständig erweiterten Netzwerks renommierter Forschungseinrichtungen im In- und Ausland.
Nähere Informationen zum Studium finden Sie hier; einen ersten Überblick über die Zürcher Forschungsschwerpunkte hier; über aktuelle und abgeschlossene Forschungsprojekte informieren die Seiten der Professorinnen und Professoren, ihrer Mitarbeitenden sowie der Privatdozierenden.

