Neuere deutsche Literaturwissenschaft

Grundsätzliches

Die Abteilung für Neuere deutsche Literaturwissenschaft ist in ihrem Feld die grösste in der Schweiz und eine der traditionsreichsten in der internationalen Germanistik. Sie versteht sich einerseits als profilierte Vermittlerin der deutschsprachigen Literatur in ihrer ganzen Breite, von Grundfragen der Rhetorik, Poetik und Ästhetik sowie neuerer und neuester Literaturtheorie, andererseits auch als Schnittstelle zwischen der Universität und der literarisch interessierten Öffentlichkeit der Schweiz. Unsere Absolventen arbeiten in Schulen, Redaktionen (Print, Rundfunk, TV, Internet), Verlagen, Museen, Literaturhäusern, Theatern, Wissenschaftskollegien, Archiven, Bibliotheken, im Kulturmanagement und an Universitäten. Wir freuen uns auf Sie!

Fachliches

Gegenstand der Neueren deutschen Literaturwissenschaft sind Texte von 1700 bis in die Gegenwart – von Klassikern wie Friedrich Schiller, Johann Wolfgang Goethe, Heinrich von Kleist oder Friedrich Hölderlin, von Weltensammlern wie Annette von Droste-Hülshoff, Gottfried Keller, Thomas Mann oder Christian Kracht, von Sprachkünstlern wie Conrad Ferdinand Meyer, Gottfried Benn, Paul Celan oder Ingeborg Bachmann, von Stückeschreibern wie Bertolt Brecht, Max Frisch, Heiner Müller oder Elfriede Jelinek. Wir lesen und analysieren ihre Texte als künstlerische Versuchsanordnungen, Probebühnen und Umschlagplätze für das Verhandeln zentraler Fragestellungen namentlich aus den Bereichen von Ethik, Politik, Ökonomie, Ökologie, Philosophie, Geschichte und weiteren das menschliche Selbstverständnis betreffenden Bereichen. Die Literatur gibt diesen Fragestellungen in schier unerschöpflicher Vielfalt eine Form in Gestalt von Erzählungen, Szenen, Textkonstellationen und Sprachbildern. Als angehende Literaturwissenschaftler*innen lernen Sie, über Form(en) auf der Grundlage ihrer Geschichte und im Horizont eines breiten Theoriespektrums nachzudenken.

Organisatorisches

Sie werden vom Beginn bis zum Ende Ihres Studiums in unseren Bachelor-, Master- und Doktoratsprogrammen von forschungsstarken und hochschuldidaktisch hervorragend ausgebildeten Personen unterrichtet. In unseren innovativ gestalteten Kursen werden Sie individuell betreut, erhalten eine erstklassige wissenschaftliche Ausbildung und kommen nicht zuletzt auch mit zeitgenössischen Autorinnen und Autoren in Kontakt, die jedes Jahr zur Zürcher Poetikdozentur zu Gast sind – ebenso wie mit Wissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern aus aller Welt. Die Zürcher Abteilung für Neuere deutsche Literaturwissenschaft ist der Ort, der Ihnen – nicht zuletzt durch unsere Austauschprogramme mit der Möglichkeit eines Auslandsemesters in Berlin, München oder New York – neueste Zugänge zu deutschsprachigen Literaturen und Kulturen bietet.

Weiteres

Nähere Informationen zum Studium finden Sie hier. Einen ersten Überblick über die Zürcher Forschungsschwerpunkte hier. Über aktuelle und abgeschlossene Forschungsprojekte informieren die Seiten der Professorinnen und Professoren, ihrer Mitarbeitenden sowie der Privatdozierenden.