Forschung

Die Niederlandistik forscht in den Bereichen Sprachwissenschaft und Literaturwissenschaft, mit den Forschungsschwerpunkten: Syntax, Sprachwandel, Historische Linguistik, Korpuslinguistik, Dialektologie, Dialekt-Syntax, Phonologie, Mittelniederländische Literatur, Tierepik, Historische Semantik, Rhetorik und Poetik, Sprachvarietät, Fremdspracherwerb, Fremdsprachendidaktik, Stilistik, Erzähltextanalyse und Narratologie.

lic. phil. Chris De Wulf
"Lautatlas zum Mittelniederländischen des 14. Jahrhunderts"
Das Ziel dieses Projekts ist die Beschreibung, mittels eines graphematischen Atlas, der Vokalvarianten in niederländischen Dialekten des 14. Jahrhunderts, wie sie im Urkundenkorpus CRM (Corpus Van Reenen - Mulder) zu finden sind.

M.A. Patrick Schetters
"Accuracy in the Written Production of Advanced Learners of Dutch as a Foreign Language with German L1”

Der Fokus des Projekts liegt auf der Fehlerfreiheit in schriftlichen Texten von fortgeschrittenen Niederländisch-als-Fremdsprache-Lernern mit Deutsch als Muttersprache. Ein zweiter Schwerpunkt des Projekts liegt zudem auf der Fremdsprachendidaktik und erörtert Massnahmen, wie die Fehlerfreiheit im fortgeschrittenen Fremdspracherwerb verbessert werden kann. 

M.A. Irmgard Fuchs
"Reinharts (Un)tugenden im Wandel. Eine komparatistische Untersuchung volkssprachlicher Fuchs-Fassungen vom Hohen bis Späten Mittelalter: semantische Umbesetzungen und narrative Transformationen"
Das Forschungsprojekt versucht ausgehend von einer Wortstudie, die nach Konzeptionen der Rittertugenden triuwe und êre und deren semantischen Umbesetzungen beim Wieder- und Weitererzählen der Fuchs-Geschichte fragt, Antworten zu finden auf die Frage, inwiefern diese semantischen Verschiebungen die verschiedenen Fassungen narrativ prägen und verändern. Es gilt zu untersuchen, wie triuwe und êre verhandelt werden und wie in den verschiedenen Fassungen davon bzw. darüber erzählt wird. Umgekehrt soll aber auch untersucht werden, wie sich narrative Transformationen auf die Semantik auswirken und diese verändern.
Textgrundlage bilden dabei die folgenden Fassungen: Reinhart Fuchs (12. Jhd., mittelhochdeutsch), Van den vos Reynaerde (13. Jhd., mittelniederländisch), Reynaerts historie (14./15. Jhd., mittelniederländisch), Reynke de Vos (1498, niederdeutsch).

Dr. Marja Clement, in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Elvira Glaser (Universität Zürich)
" 'Krijgen'-Konstruktionen im Niederländischen und in germanischen Nachbarsprachen"
Das niederländische Verb 'krijgen' ('bekommen') kann in der Kombination eines Partizips in einer Semi-Passivkonstruktion oder einer Resultativkonstruktion auftreten. Ergänzend zur bereits bestehenden Forschung wird auf der Basis von neugesammeltem Material ein Bild vom Gebrauch und der Akzeptanz dieser Konstruktionen im Niederländischen zu skizzieren versucht, dies sowohl in der Standardsprache als auch in den Dialekten.

Dr. Marja Clement
"Die Entwicklung der 'erlebten Rede' in der niederländischen literarischen Prosa"

Warum ist die 'erlebte Rede' in der erzählenden Prosa so eine geeignete literarische Stilform für die Gedankenwiedergabe der Figuren? Und wie ist diese Stilform entstanden? Diese Untersuchung gibt einen Blick in dieses Phänomen durch eine narratologische Analyse eines Korpus niederländischer literarischer Texte aus verschiedenen Perioden.

Dr. Marja Clement
"Stilistische Analyse des Werks der niederländischen Autorin Etty Hillesum"

Auf der Basis der Analysemethode der Stilistik wird in dieser Untersuchung das Werk der Niederländischen Autorin Etty Hillesum (Middelburg, 1941 - Auschwitz, 1943) analysiert. Das Ziel dieser Untersuchung ist, einen Einblick zu erhalten in die einzigartigen narrativen Techniken und stilistischen Verfahren, die kennzeichnend sind für diese Autorin.

Dr. Marja Clement, in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Jelle Stegeman (Universiteit Leiden)
"Veröffentlichung einer deutschsprachigen Geschichte der niederländischen Sprache, Teil 2"
Das Projekt ist eine Fortsetzung des Teilprojekts, welches zur Publikation von 'Handbuch Niederländisch: Sprache und Sprachkultur von den Anfängen bis 1800' führte. Die Fortsetzung wird die Publikation von Teil 2 sein: 'Handbuch Niederländisch. Sprache und Sprachkultur von 1800 bis zur Gegenwart'.