Lehrveranstaltungstypen BA/MA am DS

Die Vorlesung (VL)
Das Seminar (SE)
Die Übung (UE)
Das Kolloquium (KO)

Die Vorlesung (VL)

Ist eine Lehrveranstaltung, die der Kenntnisvermittlung an Studierende dient. Sie erfolgt i.d.R. nach dem Modell des Frontalunterrichts, findet i.d.R. wöchentlich statt (90 Min.) und wird von einem/r oder mehreren Dozierenden mit venia legendi gehalten. Mehrdozierendenvorlesungen können auch als Ringvorlesungen stattfinden. Vorlesungen mit akademisch allgemeinbildendem Fokus werden i.d.R. als Studium Generale crossgelistet. Die Eigenaktivität der Studierenden besteht im Aufarbeiten der vorgegebenen Unterrichtsmaterialien und im Erbringen des Leistungsnachweises. Vorlesungen können modular verknüpft sein, e.g. mit Seminar, Übung oder Exkursion.

Das Seminar (SE)

Ist eine interaktionsbasierte Lehr-/Lernveranstaltung, die der Erarbeitung von Grundlagenkenntnissen und -kompetenzen ebenso dienen kann wie der Vertiefung und Spezialisierung im Fach. Seminare werden geleitet von einem/r oder mehreren Dozierenden und finden i.d.R. wöchentlich statt (90 Min.). Die Studierenden eines Seminars sind an der Vermittlungsaufgabe konstitutiv beteiligt: Ihre Eigenaktivität besteht nebst dem Erarbeiten des Unterrichtsstoffes und der kontinuierlichen Beteiligung am Unterrichtsgespräch i.d.R, unabhängig vom gebuchten Leistungsnachweis, in der aktiven Unterrichtsbeteiligung. Dies geschieht in der Form von Sitzungs-/Diskussionsleitung, Inputreferat, Arbeitsgruppenleitung u.Ä. mehr. Seminare können bestimmte Vorleistungen wie das Vorlegen eines Eintrittspapers oder eines Thesenpapiers als Teilnahmevoraussetzung beinhalten. Seminare können modular verknüpft sein mit weiteren Unterrichtseinheiten wie Vorlesung oder Exkursion.
Veranstaltungen im Rahmen des Spracherwerbs werden auch als Seminare bezeichnet.

Die Übung (UE)

Ist eine Lehrveranstaltung, die - ähnlich einem Seminar - der Erarbeitung von Grundlagen¬kenntnissen und -kompetenzen ebenso dienen kann wie der Vertiefung und Spezialisierung im Fach. Im Rahmen einer Übung sind die Studierenden gefordert, das erworbene Wissen / die erworbenen Kompetenzen interaktiv und analysegerichtet zu erproben und anzuwenden. Im Unterschied zum Seminar ist eine Übung praxisorientierter und durch eine stärker materialbezogene oder methodenspezifische Arbeitsweise charakterisiert. Ebenso wie im Seminar sind die Studierenden auch in der Übung angehalten, sich aktiv am Unterrichts¬gespräch zu beteiligen.
Veranstaltungen im Rahmen des Spracherwerbs werden auch als Übungen bezeichnet.
Der Leistungsnachweis kann von den Dozierenden als Schriftliche Übung (SU) oder Prüfung (PR) definiert werden.

Das Kolloquium (KO)

Ist eine Lehrveranstaltung, die im wörtlichen Sinne (lat. colloquium ʻUnterredung, Gesprächʼ) auf dem Gespräch basiert. Ähnlich wie im Seminar geht es um den wissenschaftlichen Gedankenaustausch, die Form ist jedoch freier. Im Gegensatz zu Seminaren und Übungen sind Kolloquien nicht unbedingt monothematisch (themengebunden) ausgerichtet, sondern können sich in einem Semester unterschiedlichen Fragestellungen widmen. Kolloquien in einem themengebundenen Rahmen basieren i.d.R. auf einer Lektüreliste, die in einem stark forschungsbezogenen Kontext gemeinsam diskutiert wird. Im Rahmen von nicht themen¬gebundenen Kolloquien erhalten Studierende auch die Gelegenheit, eigene Forschungsprojekte resp. Abschlussarbeiten vorzustellen und im Hinblick auf Methodik und Inhalt einem kritischen Publikum zu präsentieren. Eine Sonderform ist das sog. Linguistische Forschungskolloquium, in welchem Angehörige unterschiedlicher Philologien und linguistischer Disziplinen aus ihrer aktuellen Forschung berichten.