Der Kleine Sprachatlas der deutschen Schweiz ist ein populärer Sprachatlas, der auf 120 Karten die Vielfalt des schweizerdeutschen Wortschatzes und die Verschiedenheit der Dialekträume im Bereich der Lautung und der Formen darstellt.

In den Jahren 1939–1958 wurden zur Dokumentation der deutschsprachigen Dialekte Aufnahmen in der ganzen Deutschschweiz durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Aufnahmen sind in dem achtbändigen Sprachatlas der deutschen Schweiz (SDS) auf über 1500 Karten verzeichnet. Das epochale Werk kostet insgesamt über tausend Franken und ist von der Konzeption her primär auf den wissenschaftlichen Gebrauch gerichtet.

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Der Kleine Sprachatlas der deutschen Schweiz will nun diese Forschungsergebnisse für eine breite Bevölkerung aufbereiten. In dem Sprachatlas werden die interessantesten Karten des SDS, die die deutschsprachige Dialektlandschaft illustrieren, in zeitgemässer grafischer Gestaltung zusammengestellt. Jeder Karte wird ein Kommentar beigegeben, welcher Geschichte und Herkunft der behandelten Wörter bzw. grammatischen Spezifika allgemeinverständlich erläutert. Bei der Auswahl der Karten werden sowohl der Alltagswortschatz berücksichtigt als auch Wortschatz, der aufgrund der starken Veränderungen v. a. der bäuerlichen Kultur seit Anfang des 20. Jahrhunderts kaum mehr in Gebrauch ist. Der Atlas wird durch einen Überblick über die sprachlichen Verhältnisse der Deutschschweiz in Gegenwart und Vergangenheit eingeleitet und durch ein Glossar sowie ein ausführliches Personen- und Literaturverzeichnis ergänzt.

Der Kleine Sprachatlas der deutschen Schweiz erscheint im Verlag Huber Frauenfeld.