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Simone Ueberwasser |
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Forschung |
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Dissertation |
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Titel: |
»Diatopische Unterschiede im Kasusgebrauch« (Arbeitstitel) |
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Betreuerin: |
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Abstract: |
Für diatopische Unterschiede im Sprachgebrauch interessierte sich lange Zeit nur die Dialektologie. Erst in den letzten zwanzig Jahren rückte der areal unterschiedliche Gebrauch der Standardsprache in den Fokus, wobei sich die meisten Arbeiten auf Unterschiede in der Lexik konzentrierten. Doch gibt es auch in verschiedenen Bereichen der Grammatik diatopische Unterschiede zwischen dem deutschen, dem österreichischen und dem Schweizer Standarddeutsch. Auf einen dieser Bereiche, den Kasusgebrauch, lege ich den Schwerpunkt in der geplanten Dissertation. Im ersten Teil der Arbeit soll der Plurizentrizitätsbegriff kritisch hinterfragt werden. Ist es sinnvoll, bei empirischen Untersuchungen von einer Dreiteilung des zusammenhängenden deutschen Sprachraums auszugehen? Und inwiefern müssen auch diatopische Unterschiede im Sprachgebrauch innerhalb der drei Länder berücksichtigt werden? Eine weitere Frage betrifft die Abgrenzung gegenüber Varietäten, die nicht-diatopischer Natur sind: Welchen Einfluss haben die diastratische, die diaphasische sowie die Mündlichkeits-Schriftlichkeits-Dimension auf den Kasusgebrauch? Dabei ist zu unterscheiden zwischen verschiedenen Typen von Varianz, die die Wahl der Kasusform resp. Kasuskategorie betreffen.
Im zweiten Teil der Arbeit lege ich den Schwerpunkt auf die Analyse eines annotierten Korpus, das im Rahmen des Projekts Variantengrammatik erstellt wird. Auf der Basis dieser Daten soll der Nachweis für unterschiedlichen Kasusgebrauch innerhalb der drei Vollzentren der deutschen Sprache erbracht werden. Dabei wird in einer ersten Phase im Korpus nach Phänomenen gesucht, die bereits in Kodizes (z.B. im Zweifelsfälle-Duden) erfasst sind. Mit Hilfe der Korpusdaten können diese Angaben überprüft werden. In der zweiten Phase wird nach diatopischen Unterschieden gesucht, die in den Kodizes bisher noch nicht erfasst sind. Es wird sich dabei vermutlich nicht um absolute Unterschiede handeln, sondern um Abweichungen in der Frequenz des Gebrauchs.
Im Ganzen will die Dissertation einen Beitrag dazu leisten, dass ein wichtiger Teil der deutschen Grammatik, die Kasusmarkierung in der Standardsprache, empirisch untersucht, dokumentiert und umfassend beschrieben wird. » Abstract als PDF |
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