Inhalt

Vergleichende germanische Sprachwissenschaft an der Universität Zürich

Bachelor (BA) und Master (MA)

Lizentiat und Doktorat

Zwischenprüfung: Termine, Anmeldung und Ablauf

Zusatzstudium

Die Studienordnung

Kommentiertes Verzeichnis der Lehrveranstaltungen

Links und Downloads (Übersicht)

 

Vergleichende germanische Sprachwissenschaft an der Universität Zürich

Die Vergleichende germanische Sprachwissenschaft (kurz VGS), früher als Vergleichende Geschichte der germanischen Sprachen bezeichnet, war die Kerndisziplin am Lehrstuhl für Germanische Philologie, aus dem die heutige Germanistik mit ihren Teilfächern hervorgegangen ist. Im Zentrum des Interesses standen und stehen die Ver­wandt­schafts­verhältnisse und historische Entwicklung der germanischen Sprachfamilie und ihrer Sprachzweige, die sowohl durch Aufgliederungsvorgänge (Entstehung neuer Sprachen und Sprachzweige) als auch durch gegenseitige Beeinflussung und sekundäre Konvergenzen (Vereinheitlichung von Spracharealen, Entstehung neuer Territorialsprachen) gekennzeichnet ist. Im Studium der VGS ist es von übergeordneter Bedeutung, dass alle wichtigen altgermanischen Sprachen abgedeckt und behandelt werden, das heisst insbesondere Gotisch, Altnordisch, Althochdeutsch, Altsächsisch, Altenglisch und die Sprache der Runeninschriften. Die Auseinandersetzung mit diesen Sprachen und ihrer jeweiligen Geschichte dient nicht nur der grundlegenden Beschäftigung mit den Prinzipien der Sprachgeschichte, sondern sie beinhaltet darüber hinaus auch eine gewichtige kulturgeschichtliche Komponente.

 

Heute ist die Vergleichende germanische Sprachwissenschaft ein interdisziplinäres Studienfach, das sich mit den germanischen Sprachen, ihren Überlieferungen und den dahinter stehenden kulturgeschichtlichen Kontexten beschäftigt. Wegen der engen Vernetzung mit der Germanischen Philologie (Germanistik) und der Nordischen Philologie ist das Fach am Deutschen Seminar angesiedelt. Vergleichende germanische Sprachwissenschaft kann an der Universität Zürich im Hauptfach und im Nebenfach sowie als Zusatzstudium studiert werden. In der Bologna-Studienreform sind zunächst 3 BA-Studiengänge in Vergleichender germanischer Sprachwissenschaft eingeführt worden. Ab Herbst 2008 werden darüber hinaus mehrere MA-Studiengänge in Vergleichender germanischer Sprachwissenschaft und Germanischer Altertumskunde angeboten. Weitere Informationen sowie Wegleitungen und Studienordnungen zu den neuen Studiengängen unten.

 

Das Angebot in Forschung und Lehre rekrutiert sich zum guten Teil aus den Nachbarfächern Anglistik (Lehrstuhl A. Fischer), Germanistik (Lehrstuhl E. Glaser) und Nordistik. Der zentrale, vergleichende Bereich wird schwerpunktmässig von Ludwig Rübekeil abgedeckt, der auch die Koordination und Studienberatung in den Händen hat und als Anlaufstelle für inhaltliche wie administrative Fragen zur Verfügung steht (Kontakt). Beheimatet ist die VGS im Deutschen Seminar an der Schönberggasse 9, wo sich auch das Koordinatorbüro befindet (Zimmer 121 im 1. Obergeschoss des Deutschen Seminars, stadtseitig); gegenüber von diesem Büro findet sich auch das Schwarze Brett mit Informationen und Aushängen zum Fach.

 

Im Studium der Vergleichende germanischen Sprachwissenschaft sind vor allem folgende Kern­kom­petenzen zu erwerben:

a)     Kenntnis der wichtigeren germanischen Einzelsprachen mit Betonung der älteren und äl­testen Sprachstufen; Kenntnis zentraler (phonologischer, morphologischer, morphosyn­taktischer) Strukturmerkmale der germanischen Sprachen, ihrer Gemeinsamkeiten und Unterschiede; Kenntnis der dia­chronen Prozesse, die die Charakteristika der germanischen Sprachen bedingen, sowie die analytische Fähigkeit, Struktur- und Prozessparallelen selbständig zu be­schreiben und historisch-vergleichend zu bewerten.

b)     Fähigkeit zur historisch-philologischen Bewertung sprachlicher Quellen und ihrer sprach­ge­schichtlichen Auswertung; Kenntnis der Überlieferungsgeschichte der germanischen Spra­chen (Schriftgeschichte, Verschriftungsgeschichte, Textsortengeschichte, Motiv­ge­schich­te etc.) und des kulturgeschichtlichen Hintergrundes (Kulturen und Interkulturalität des frühgeschichtlichen Europa); die Fähigkeit, Kultur- und Überlieferungsgeschichte in ein übergreifendes historisches Zeitraster einzuordnen.

 

Es wird Wert darauf gelegt, dass die erworbenen Kompetenzen auf vergleichende und inter­diszi­plinäre Betrachtungsweise ausrichtet sind.

 

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Bachelor (BA) und Master (MA)

Seit dem Wintersemester 2006-07 lösen die neuen BA-/MA-Studiengänge Vergleichende germanische Sprachwissenschaft und Germanische Altertumskunde das bisherige Lizentiatsstudium nach und nach ab. Vergleichende germanische Sprachwissenschaft kann dabei als BA mit 90, 60 und 30 Punkten (Wegleitung und Studienordnung am Ende dieser Seite) sowie als MA mit 90, 75 und 45 Punkten studiert werden, Germanische Altertumskunde (GAK) als MA mit 30 und 15 Punkten.

Weitere Informationen finden sich in folgenden Dokumenten:

BA-Wegleitungen:

­BA VGS 30

­BA VGS 60

­BA VGS 90

MA-Wegleitungen:

MA GAK 15

­MA GAK 30

­MA VGS 45 und 75

­MA VGS 90

Informationen zur Modulbuchung:

­Merkblatt Modulbuchung

Um den Überblick über die zu absolvierenden Studienleistungen und die Selbstkontrolle im Studium zu erleichtern, stehen Checklisten für den BA sowie den MA zum Download bereit.

Für Studierende, die bereits in einem Lizentiatsstudiengang immatrikuliert sind, besteht die Möglichkeit (aber keine Verpflichtung), sich in den entsprechenden BA-Studiengang umzuschreiben. Dabei werden folgende Punktezahlen für die Zwischenprüfung anerkannt:

­Hauptfach zu BA 90: 60 Kreditpunkte

­1. Nebenfach zu BA 60: 40 Kreditpunkte

­2. Nebenfach zu BA 30: 22 Kreditpunkte

Näheres regelt die Wegleitung BA/MA des Deutschen Seminars.

Sonstiges:

­Wegleitung aller Studienfächer am Deutschen Seminar

­Liste aller BA/MA-Fächer

­Weitere Informationen zum BA/MA-System

 

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Lizentiat und Doktorat

Die 4 genannten Fachvertreter betreuen – mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung – Lizentiats- und Doktorarbeiten in der Vergleichenden germanischen Sprachwissenschaft und nehmen in den jeweiligen Schwerpunktgebieten auch Lizentiatsprüfungen ab. Im folgenden sind nur die für die VGS relevanten fachlichen Schwerpunkte aufgeführt:

­Prof. Dr. Andreas Fischer: Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft des mittelalterlichen England

­Prof Dr. Elvira Glaser: Kontinentalgermanische Sprachen und Überlieferungen

­Prof. Dr. Hans-Peter Naumann (emeritiert): Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft des mittelalterlichen Skandinavien

­Prof. Dr. Ludwig Rübekeil (Fachkoordinator): Vergleichende germanische Sprach- und Altertumswissenschaft

 

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Zwischenprüfung: Termine, Anmeldung und Ablauf

Studierende, die ihr Studium im Wintersemester 2001-2002 oder danach aufgenommen haben, unterliegen der Zwischen­prüfungspflicht. Zwischenprüfungen finden jeweils in der 2. Hälfte der Semesterferien statt. Anmeldeschluss ist am 15. Juli für den Herbsttermin und am 31. Januar für den Frühlingstermin. Wichtig: Bei der Wahl des Zwischenprüfungstermins ist zu beachten, dass die Zwischenprüfung vor Beginn des 5. Semesters abgeschlossen sein muss!

 

Die Anmeldung erfolgt schriftlich auf einem eigens dafür vorgesehenen Formular, das man beim Zwischenprüfungsekretariat oder beim Fachkoordinator beziehen kann. Noch schneller geht es per Download: Anmeldeformular zur Zwischenprüfung. Ort der Anmeldung ist das Zwischenprüfungssekretariat des Deutschen Seminars (Raum 004 im Erdgeschoss, Schönberggasse 9).

 

Zur Selbstkontrolle gibt es eine Checkliste der Studienleistungen zum Download.

 

Erläuterungen zum Anmeldeverfahren: Vor der Anmeldung im Zwischenprüfungssekretariat muss man sich vom Fachkoordinator auf dem Anmeldeformular bestätigen lassen, dass alle obligatorischen Studienleistungen erbracht sind (Seminarkarte also nicht vergessen!).

 

Die Zwischenprüfung selbst: Studierende im Hauptfach müssen eine zweistündige schriftliche Prüfung und eine halbstündige mündliche Prüfung ablegen, Studierende im Nebenfach nur eine halbstündige mündliche Prüfung, die schriftliche Prüfung entfällt hier.

 

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Zusatzstudium

Nach einem abgeschlossenen regulären Vollstudium kann man das Fach Vergleichende germanische Sprachwissenschaft als zusätzliches Hauptfach studieren, ohne Nebenfächer belegen zu müssen. Die Mindeststudiendauer im Zusatzstudium beträgt 4 Semester. Studienverlauf und Studienleistungen entsprechen denen im Vollstudium, wobei jedoch die Lizentiatsarbeit entfällt.

 

Das Zusatzstudium ist auch dazu geeignet, eine Dissertation und ein Promotionsstudium vorzubereiten (vgl. §3 der Promotionsordnung der Philosophischen Fakultät).

 

Zur Anmeldung muss der „Kommission zur Anerkennung fremder Ausweise“ (KAFA) ein vom Fachkoordinator unterschriebenes Gesuch zur Zulassung zum Zusatzstudium sowie ein Formular (sogenanntes Personalblatt) vorgelegt werden. Die Formalia beschreibt ein Merkblatt der KAFA.

 

Eine Checkliste der Anmeldung zur Zusatzprüfung findet sich hier.

 

 

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Die Studienordnung

Genaueres über Verlauf und Organisation des Studiums kann man der "Wegleitung zum Studium der Vergleichenden germanischen Sprachwissenschaft" entnehmen. Von dieser Wegleitung sind derzeit zwei Fassungen gültig, nämlich die alte Fassung (für Studierende, die ihr Studium vor dem WS 2001-02 begonnen haben) und die neue Fassung (für Studierende, die ihr Studium im WS 2001-02 oder später begonnen haben).

 

Zur Selbstkontrolle dient eine kurze Checkliste der Studienleistungen (Lizentiat).

 

Für alle weiteren Fragen gibt es die Studienberatung (reguläre Sprechstunde siehe Eingangsseite, Termine nach Vereinbarung sind in der Regel möglich: Emailkontakt).

 

 

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Kommentiertes Verzeichnis der Lehrveranstaltungen

Als Hilfestellung bei der Zuordnung der Modulnummern für den BA (ab WS 2006-07):

Vorläufig endgültige Modulliste der VGS (nummeriert)

 

Hier findet sich das Lehrangebot der vergangenen Semester; verfügbar sind derzeit:

­Lehrveranstaltungen Herbst 2009: kurze VGS-Liste oder ausführliches Semesterprogramm des DS

Lehrveranstaltungen Frühling 2009

Lehrveranstaltungen Herbst 2008

­Lehrveranstaltungen Frühling 2008

­Lehrveranstaltungen Herbst 2007

­Lehrveranstaltungen Frühling 2007

­Lehrveranstaltungen Winter 2006-07

­Lehrveranstaltungen Sommer 2006

Lehrveranstaltungen Winter 2005-06

­Lehrveranstaltungen Sommer 2005

­Lehrveranstaltungen Winter 2004-05

­Lehrveranstaltungen Sommer 2004

­Lehrveranstaltungen Winter 2003-04

­Lehrveranstaltungen Sommer 2003

­Lehrveranstaltungen Winter 2002-03

­Lehrveranstaltungen Sommer 2002

­Lehrveranstaltungen Winter 2001-02

­Lehrveranstaltungen Winter 2000-01

­Lehrveranstaltungen Sommer 2000

­Lehrveranstaltungen Winter 1999-2000

 

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Links und Downloads (Übersicht)

Lizentiat und Zusatzstudium

­Wegleitung Lizentiat, alte Fassung

­Wegleitung Lizentiat, neue Fassung

­Anmeldeformular zur Zwischenprüfung

­Checkliste der Studienleistungen im Lizentiat

­Gesuch zur Zulassung zum Zusatzstudium

­"Personalblatt" der KAFA für die Aufnahme des Zusatzstudiums

­Merkblatt der KAFA zum Zusatzstudium

­Checkliste für die Anmeldung zur Zusatzprüfung

 

 

Bachelor und Master

­Merkblatt Modulbuchung

­Liste aller BA/MA-Fächer

­Weitere Informationen

­Studienordnung BA 30

­Studienordnung BA 60

­Studienordnung BA 90

­Wegleitung BA 30

­Wegleitung BA 60

­Wegleitung BA 90

­Checkliste der Studienleistungen im BA

­Checkliste der Studienleistungen im MA

­­­Vorläufig endgültige Modulliste der VGS (nummeriert)

­Wegleitung aller Studienfächer am Deutschen Seminar

 

Promotion (bisherige Regelung)

­Promotionsordnung der Philosophischen Fakultät

 

 

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