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Der Zürcher Sommer 1968Quellenedition und Sprachhistorisches Textkorpus
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Projekt |
AusgangslageDie Achtundsechziger-Bewegung in der Schweiz ist bislang nur selten Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen geworden. Dies ist umso erstaunlicher, als die Jahre um 1968 in anderen westlichen Industrienationen zu einem Wendepunkt der gesellschaftlichen Entwicklung stilisiert werden: als Fundamentalliberalisierung, als Generator der permissiven Gesellschaft, als Meilenstein auf dem Weg zur Zivilgesellschaft oder als Demokratisierungsschub für ehemals formierte und allerhöchstens scheindemokratische Gesellschaften. Die Erinnerung an die Ereignisse und Folgen dieser Jahre prägt dort die Identität einer ganzen Generation. In der Schweiz scheint die Chiffre 1968 keinen Eingang ins kulturelle Gedächtnis gefunden zu haben. Hier haben sich die Protestereignisse der frühen 1980er Jahre in die kollektive Erinnerung eingeschrieben und dominieren den zeithistorischen Diskurs.Ein Grund für diese erstaunliche Lücke in der Forschung zur schweizerischen Zeitgeschichte dürfte sein, dass es bislang keine Quellenedition gibt, die es Forschenden erlauben würde, sich einen Überblick über Ereignisse und Quellenlage zu verschaffen. Während zur Studentenbewegung in der Bundesrepublik bereits zahlreiche Quelleneditionen und Chroniken vorliegen und sogar Archivführer verfügbar sind, müssen Forscherinnen und Forscher, die sich mit den Schweizer Protestereignissen beschäftigen wollen, zunächst einmal mühsam Archive sichten und Chronologien erarbeiten. Das Projekt "Der Zürcher Sommer 1968"Ziel des hier skizzierten Projektes ist es, Anregung und Grundlage für künftige Forschungsarbeiten zu schaffen. Und dies auf zweierlei Weise:
ErgebnisseDie digitale Edition liegt dem Buch "Der Zürcher Sommer 1968. Zwischen Krawall, Utopie und Bürgersinn" bei, das 2008 beim Verlag NZZ Libro erschienen ist.Linguistisches Textkorpus und Digitale Edition werden bald auch online verfügbar sein. |