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Aktuelle Lehrveranstaltungen (Kommentare s.u.)

      Deutsches Seminar der Universität Zürich

Freies Proseminar: Einführung in die Medienlinguistik
Deutsches Seminar der Universität Zürich, Di 12 - 14 (SOD-0-002)

 

      Germanistisches Institut der Universität Koblenz

Hauptseminar: Texte hören: gesprochene Sprache, Audiotexte und Sounddesign (I) (voraussichtlich Mittwoch 14-16)

Übung:Lektürekurs: Sprache und Intimität (voraussichtlich Mittwoch 16-18)

Übung:Lektürekurs: Sprache, Kultur und Kognition (voraussichtlich Donnerstag 8-10)

 

 

Deutsches Seminar der Universität Zürich

Freies Proseminar: Einführung in die Medienlinguistik
Deutsches Seminar der Universität Zürich, Di 12 - 14 (SOD-0-002)

Ziel des Proseminars ist eine Einführung in die grundlegenden Begriffe und Konzepte der linguistischen Medienanalyse und ihre Anwendung in der Analyse von Medientexten.

Auf der Basis von gesprächsanalytischen und textanalytischen Kategorien sowie von spezifischen Begriffen der Medienlinguistik sollen Zeitungstexte, Texte des Internet sowie SMS analysiert und beschrieben werden.

 

Germanistisches Institut der Universität Koblenz

Hauptseminar:

Texte hören: gesprochene Sprache, Audiotexte und Sounddesign (I) (voraussichtlich Mittwoch 14-16)

Seit den 1990er Jahren erfährt das Hören oder (Zu-)Hören und seine kulturellen wie physiologischen Bedingungen verstärkte Aufmerksamkeit. Dies gilt für verschiedene Bereiche des publizistischen und wissenschaftlichen Diskurses, sowie für kulturelle Aktivitäten: Künstler gestalten akustische Performances, Hörbücher erobern den Markt, Printmedien entdecken den Audiotext, Musiktexte werden zu Hörexperimenten und der iPod wird zum Kultobjekt. Die Digitalisierung erlaubt neue Wege der Wissens- und Kulturvermittlung.

Ziel ist es, in diesem Seminar der Kultur des Hörens aus sprachwissenschaftlicher Seite auf die Spur zu kommen, der archimedische Punkt wird für die Diskussion der Text sein. Mit einem sprachwissenschaftlichen Textbegriff sollen monologische und dialogische Formen auditiver Kommunikation untersucht und beschrieben und in ihrer Spezifik erfasst werden.

Im ersten Teil dieses Forschungsseminars wird auf der Grundlage pragmatischer, gesprächs- und textlinguistischer Kategorien eine Linguistik des Hörens erarbeitet. Im zweiten Teil sollen einzelne fürs Hören gedachte Textsorten aus der Tradition der Wissens- und Wissenschaftsvermittlung wie beispielsweise das studentische Referat, der gesprochene Zeitungstext, das Radiointerview (mit Experten) etc. untersucht werden.

Anmeldung: bitte mit einer E-Mail an die Dozentin: elwyss@ds.unizh.ch mit der Angabe, ob man eine Seminararbeit schreiben möchte.

Voraussetzungen für die Teilnahme ist ein abgeschlossenes Grundstudium.

Vorbereitende Lektüre: Kapitel „Textlinguistik“, „Pragmatik“ und „Gesprächsanalyse“ aus dem Studienbuch Linguistik (RGL 121).

 

 

Übung:

Lektürekurs: Sprache und Intimität (voraussichtlich Mittwoch 16-18)

In der Soziolinguistik ging man lange Zeit von einer beobachteten Intimität zwischen Sprechern und Sprecherinnen aus, von der man annahm, dass sie sich in sprachlichen Besonderheiten in deren Sprachgebrauch widerspiegeln würde. Man untersuchte beispielsweise die Sprache von Paaren und deren „private“ Sprache oder intimen Code. Sprache wird dabei als Abbild des Sozialen verstanden.

Heutige soziolinguistische Analysen gehen nicht länger ausschließlich von einer Abbildtheorie aus, sondern fokussieren den Aspekt der sprachlichen Konstruktion und Performativität von sozialen Gegebenheiten. Man kennt die Diskussionen um die Performanz von Gender, Status oder Alter, und man spricht auch von „doing friendship“ oder „doing relationship“.

Damit sind einige Begriffe und Ausgangspunkte skizziert, die im Lektürekurs zu weiteren Diskussionen um die theoretische und soziolinguistische Bestimmung von Intimität oder intimer Sprache führen dürften.

Diskussionsgrundlage sind eher theoretische aber auch empirische Texte, welche die Frage der sprachlichen Kommunikation und Konstruktion von Intimität (als Begehren, Liebe, Sexualität) im engeren und weiteren Sinn behandeln.

Anmeldung: bitte mit einer E-Mail an die Dozentin: elwyss@ds.unizh.ch .

Voraussetzungen für die Teilnahme ist ein abgeschlossenes Grundstudium.

 

 

Übung:

Lektürekurs: Sprache, Kultur und Kognition (voraussichtlich Donnerstag 8-10)

 

 

In der Diskussion über das Verhältnis von Sprache und kollektiver Kognition können drei linguistische Traditionslinien ausgemacht werden. Zu nennen ist die linguistic anthropology um Boas, Sapir und Whorf, einen an die empirische Psychologie und sprachmodellierende KI-Forschung anknüpfenden Zweig der cognitive linguistics um Lakoff und Johnson sowie eine an die Sozial- und Begriffsgeschichte anlehnende historische Semantik und Diskursanalyse mit Bering, Hermanns, Teubert, Busse und Linke.

 

Wir lesen im Kurs Texte und Textausschnitte aus einzelnen Werken und versuchen dabei jeweils die Frage nach dem in den Texten vorgestellten Verhältnis von Sprache , Kultur und Kognition auf die Spur zu kommen.

 

Anmeldung: bitte mit einer E-Mail an die Dozentin: elwyss@ds.unizh.ch .

 

Voraussetzungen für die Teilnahme ist ein abgeschlossenes Grundstudium.

 

 

 

   
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