Personen
Dr. Patrizia Ellis Huber (dey, they)
Laufende Forschungsprojekte
Trans Figures: Narrating Transness in Scandinavian Literature and Media (Arbeitstitel)
Das Projekt geht von der These aus, dass Transgeschlechtlichkeit in Literatur und Film nicht nur auf inhaltlicher Ebene dargestellt, sondern auch stets mit narrativen und ästhetischen Verfahren figuriert wird. Dabei verfolgt es drei miteinander verbundene Forschungsziele: Erstens analysiert es die narrativen und ästhetischen Verfahren, durch die Transfiguren hervorgebracht werden. Zweitens untersucht es das Wechselverhältnis zwischen diesen Verfahren und den kulturellen, sozialen und wissenschaftlichen Diskursen, aus denen sie hervorgehen und die sie zugleich transformieren. Drittens entwickelt es ein transfiguratives Analysemodell, das auch über das skandinavische Material hinaus anwendbar ist.
Abgeschlossene Forschungsprojekte
Epistolares Erzählen. Brief als Bühne und Laboratorium in der skandinavischen Prosa des 18. Jahrhunderts
2020 - 2024
Finanzierung: SNF-Projekt "Romanhaftwerden"
Das 18. Jahrhundert gilt als das Jahrhundert der Briefe: Briefe waren allgegenwärtig, als Privatbriefe, publizierte Briefsammlungen, moralische und historische Schriften und Briefromane. Sie scheinen das Standardgefäss für Schreiben in Prosa, dennoch fehlt eine systematische Untersuchung des epistolaren Schreibens im Skandinavien des 18. Jahrhunderts.
Das Projekt widmet sich diesem Forschungsdesiderat und geht von der Annahme aus, dass an den epistolaren Texten narratologische und mediologische Problemkomplexe des Erzählens sichtbar werden. Gerade das Zusammenspiel von medial-illinearen und oral-linearen Erzählweisen, das an den Briefeinlagen deutlich wird, scheint ein zentrales Erzählparadigma des frühen neuzeitlichen Schreibens zu sein. In diesem Projekt soll deshalb ein Modell des epistolaren Erzählens entworfen werden, welches die Bedeutung von typographischem Erzählen, medialen und narrativen Rahmungsverfahren und selbstreferentiellen Strukturen herausstellt. Dafür werden Theorien der historischen Narratologie, Mediologie und Buchgeschichte herangezogen. Die Einbindung von sowohl faktualen als auch fiktionalen Prosatexten aus Dänemark und Schweden lässt schließlich nicht nur einen Fokus auf die Fiktionalitäts-, sondern auch auf die Romangenese in Skandinavien zu.
Forschungsschwerpunkte
- Gender & Queer Studies
- Historische Narratologie
- Mediologie
- Buchgeschichte
- Gattungstheorie
- Erzählen im Comic und im Videospiel
- Moderner Durchbruch
- 18. Jahrhundert
- 1920er/1930er
- Gegenwartsliteratur