Neues zur Forschung

Neue Forschungsprojekte

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SNF-Projekt: Welt im Winkel. Idylle als Denkraum in der Prosa des Realismus

 

Die überlieferte Gattung der Idylle, Wunschbild eines einfachen Lebens im Einklang mit der Natur, wird an der Schwelle zum 19. Jahrhundert zu einer Wahrnehmungsform transformiert. Als solche hat sie in der Prosa des Realismus Konjunktur und ist Ausdruck eines Krisenbewusstseins mit nicht nur verklärender, sondern vor allem auch kritischer Funktion. Dieses erklärungsbedürftige Phänomen will das Forschungsprojekt theoretisch mit Jean Paul und Aby Warburg als „Denkraum“ beschreiben und auf das darin wirkende Gattungs- und Gefühlswissen, die kulturellen Normierungen, sozialen Kommentierungen und entworfenen Gegenbildlichkeiten untersuchen.
Dauer: 1.4.2018-28.2.2022
Projektleitung: Prof. Dr. Sabine Schneider

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SNF-Projekt: Hybride Zeiten. Temporale Dynamiken 1400–1600

 

 

Das Projekt untersucht, wie Aspekte von Zeit und Zeitlichkeit im 15. und 16. Jahrhundert zunehmende Aufmerksamkeit auf sich ziehen und welche Subtilität Zeitfragen in literarischen Texten erhalten.
Dauer: 1.4.2018-31.3.2022
Projektleitung: Prof. Dr. Christian Kiening
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Sinergia-Forschungsprojekt: Die Macht des Staunens ­– Die Instrumentalisierung von Bewunderung, Erstaunen und Überraschung in Wissens-, Macht- und Kunst-Diskursen

 

 

Staunen, Bewunderung oder Überraschung werden künstlich evoziert und in Diskursen der Macht, der Moral und Ethik, des Wissens und der Gesellschaft strategisch eingesetzt als Instrumente der Beeinflussung und diskursiven Hierarchisierung. Das Projekt verspricht neue Erkenntnisse bezüglich der gesellschaftlichen Relevanz von ästhetischen Emotionen. Es wird gezeigt, wie über eine Inszenierung und eine Rhetorik des Staunens verschiedene Wissens- und Handlungs-Felder (z.B. Politik, Erziehung, Polemologie, Werbung, Populärwissenschaften) in ein kulturelles System von Werten, Macht und Kunst eingebunden werden.
Projektleitung: Prof. Dr. Mireille Schnyder, Prof. Dr. Nicola Gess (Univesität Basel), Prof. Dr. Hugues Marchal (Universität Basel), Prof. Dr. Ulrich Bröcklinge (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i.Br.)

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SNF-Forschungsprojekt: "ETHOS - Ethische Praktiken in ästhetischen Theorien des 18. Jahrhunderts"

 

Gegenwärtig wird die moralische und politische Verantwortung der Kunst in ästhetischen Theorien neu verhandelt. Kunst ist nicht mehr nur schön, sondern hat auch Teil an einer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung. Das Forschungsprojekt leistet einen historischen Beitrag zur alternativen Geschichte der ästhetischen Theoriebildung im 18. Jahrhundert, die Praktiken einen zentralen Stellenwert zuschreibt: Mit dieser Geschichte geht es – emphatisch gesprochen – um eine ästhetische Theorie, deren Massstab nicht die Kunst, sondern das Leben bildet.
Projektleitung: Prof. Dr. Frauke Berndt