Forschung

Handschrift_Kochrezept_Wib-Zilin_154
Handschrift_Kochrezept_Wib-Zilin_154
Ein Kochrezept aus dem 17. Jahrhundert. Handschrift von 1640 zu St. Gallen, „Wibrat Zilin von Stt Gallen Gehörig“

Die Germanistische Linguistik hat in Zürich ein in der Schweiz einzigartig breites Profil. Die Abteilung besteht aus vier Professuren und einer Vielzahl von Nachwuchswissenschaftler*innen sowie erfahrenen Forschenden, die in Einzel- und Verbundprojekten ein vielfältiges Themenspektrum abdecken. Aus der Abteilung gehen regelmässig Habilitierte hervor, die von Zürich an renommierte Universitäten im In- und Ausland berufen werden.

Die Forschungsschwerpunkte der Linguistischen Abteilung erstrecken sich von den ersten Formen (althoch-)deutscher Sprache in Handschriften des 8. Jahrhunderts bis zu neuesten Kommunikationsformen in den digitalen Medien. Im Zentrum stehen Fragen nach der Entstehung, Systematik und Vielfalt sprachlicher Formen und die Analyse mündlicher und schriftlicher Kommunikation in unterschiedlichen Medien und Situationen. Dabei ist der Fokus auf die Einbettung sprachlicher Formen in ihren je spezifischen sozialen, kulturellen und historischen Kontexten gerichtet. Methodisch ist die Forschung sehr breit ausgerichtet; sie bedient sich morphologischer, syntaktischer, dialektologischer, pragmatischer, text-, diskurs-, korpus- und gesprächslinguistischer Zugänge. Darüber hinaus wird in verschiedenen Kooperationen disziplinenübergreifend geforscht, u.a. mit Vertreter*innen der verschiedenen Philologien (Mittellatein, Romanistik, Slavistik etc.), der Computerlinguistik, Geographie, Medizin, Pädagogik, Psychologie, Rechtswissenschaft und Theologie.

Die Mitglieder der Linguistischen Abteilung sind massgeblich an universitären Forschungs- und Lehrverbünden beteiligt, so im Universitären Forschungsschwerpunkt „Sprache und Raum“, im sprachübergreifenden „Zürcher Kompetenzzentrum Linguistik“ (ZüKL) und im Master-Studiengang „Kulturanalyse“. Darüber hinaus bestehen nationale und internationale Forschungskooperationen z. B. mit der Freien Universität Berlin, der Universität Bielefeld, dem Leibniz-Institut für Deutsche Sprache in Mannheim sowie den Universitäten in Wien, Salzburg und Graz.

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Neujahrsgrüsse aus dem 21. Jahrhundert als WhatsApp-Nachricht

Neben der akademischen Forschung ist die Vernetzung und Kommunikation über die Universität hinaus ein wichtiges Anliegen der Linguistischen Abteilung. Die Dozierenden pflegen Kontakte zu Schulen und Redaktionen, engagieren sich im universitären Weiterbildungsprogramm und sind mit ihrer Forschung und Expertise regelmässig in den Medien präsent.

Vertreterinnen und Vertreter der Linguistischen Abteilung sind zudem als Herausgeber*innen oder in Editorial Boards an den folgenden renommierten Buchreihen und Zeitschriften des Faches beteiligt: