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Neuere deutsche Literaturwissenschaft

Das Gegenstandsfeld der Neueren deutschen Literaturwissenschaft erstreckt sich über die deutschsprachige Literaturgeschichte vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart. In seiner Zürcher Ausprägung erforscht und vermittelt das Fach zum Ersten die poetik- und ästhetikgeschichtlichen Dimensionen literarischer Texte - von Klassikern wie Friedrich Schiller, Johann Wolfgang Goethe, Heinrich von Kleist oder Friedrich Hölderlin, von Weltensammlern wie Annette von Droste-Hülshoff, Gottfried Keller, Thomas Mann oder Christian Kracht, von Sprachkünstlern wie Conrad Ferdinand Meyer, Gottfried Benn, Paul Celan oder Ingeborg Bachmann, von Stückeschreibern wie Bertolt Brecht, Max Frisch, Heiner Müller oder Elfriede Jelinek.

Zum Zweiten versteht das Fach die Literatur als eine künstlerische Versuchsanordnung, Probebühne und Umschlagplatz für die Verhandlung zentraler Fragestellungen angrenzender Wissensdiskurse (etwa der Ethik, Politik, Ökonomie, Ökologie, Philosophie, Geschichte), denen die Literatur in schier unerschöpflicher Vielfalt eine Form in Gestalt von Erzählungen, Szenen, Textkonstellationen und Sprachbildern verleiht.

Zum Dritten erkundet die Neuere deutsche Literaturwissenschaft sowohl die Theoriegeschichte der Literatur als auch ihre kulturbetriebliche Wirklichkeit bis in die Gegenwart.