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2. Sitzung: Sprachphänomene erkennen (26. Februar 2026)

Atlanten durchforschen nach dem Motto «mehr ist mehr»

Das Semester ist zwar noch jung, doch es manifestiert sich bereits eine erste Faustregel: Wer einen Dialekt verstehen lernen will, der darf sich nicht davor scheuen, sich den dicksten Schinken unter den Sprachatlanten anzunehmen und eifrig in ihnen zu stöbern.

Bildquelle: Symbolbild (generiert mit Google Gemini Pro).

Um einen Eindruck der geografischen Verteilung dialektaler Eigenheiten zu erlangen und erste Phänomene zu erkennen, setzen sich die Studierenden mit Beispielwörtern und -sätzen im Rahmen eines Arbeitsauftrages auseinander und nutzen dabei die besagten Atlanten ausgiebig. Dabei wird die Vielfalt sprachlicher Ausprägungen im gesamten Sprachraum wie auch innerhalb ein und desselben lokalen Dialekts deutlich. Beispielsweise folgende Fragen werden beleuchtet:

  • Wie unterscheiden sich Diphthongierungen in den verschiedenen Regionen? Wo sagt man nun «Geiß», «Goaß» oder «Goiß»?
  • Welche Phänomene sind räumlich besonders distinktiv verteilt und wären damit geeignet für eine Abfrage über die App?
  • Wie haben sich die Phänomene in den einzelnen Regionen gehalten und wo haben sich Formulierungen des Standarddeutschen durchgesetzt?
  • Welche Unterschiede gibt es im Gebrauch der Lexik zwischen Stadt und Land?
  • Welche Auffälligkeiten beobachtet man an der Dialektgrenze zu den fränkischen und alemannischen Dialekten?

Bei dieser Aufgabe überlegen die Studierenden stets, mit welchem Abfragetyp die entsprechenden Phänomene in der App am zielführendsten abgefragt werden können – Multiple Choice, Audio oder doch eher eine Textabfrage?