Informationen zu Leistungsnachweisen und Prüfungsmodalitäten

Leistungsnachweise: Typen, Auswahl, Umfang

Für den Erwerb von ECTS-Credits ist neben der Teilnahme an der in einem Modul enthaltenen Lehrveranstaltung und der Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungssitzungen in jedem Fall auch die Erbringung eines Leistungsnachweises nötig. Am Deutschen Seminar sind die folgenden Leistungsnachweise möglich: dokumentierte aktive Teilnahme (MA), Referat (RE), schriftliche oder mündliche Prüfung (PR), schriftliche Übung (SU) oder schriftliche Arbeit (SA). Allerdings lassen die einzelnen Module jeweils nur bestimmte dieser Leistungsnachweise zu.

Welcher Leistungsnachweis für ein bestimmtes Modul verlangt wird, ist in der Studienordnung festgelegt. Bei einigen Modulen sind mehrere Leistungsnachweise möglich. In diesem Fall können die Dozierenden entscheiden, welche davon in einer konkreten Veranstaltung erbracht werden können. Diese für eine konkrete Veranstaltung zulässigen Leistungsnachweise sind im Online-Vorlesungsverzeichnis aufgeführt.

Der Umfang eines Leistungsnachweises richtet sich nach der Anzahl der ECTS-Credits, die für ein Modul erworben werden können. So dauert eine schriftliche Prüfung für ein Seminar mit 6 ECTS-Credits länger als eine für ein Seminar mit 3 ECTS-Credits. Auch schriftliche Arbeiten variieren je nach Anzahl der ECTS-Credits im Umfang.

Die Dozierenden können zusätzliche, nicht explizit als Leistungsnachweis des jeweiligen Moduls definierte Leistungen verlangen, solange der Workload des Moduls nicht überschritten wird, z.B. ein Referat oder ein Protokoll einer Sitzung im Rahmen eines Seminars mit Leistungsnachweis SA.

Mit der Buchung eines Moduls verpflichten Sie sich, den für das entsprechende Modul vorgesehenen Leistungsnachweis zu erbringen. Falls verschiedene Leistungsnachweise möglich sind, müssen Sie sich bereits bei der Buchung für einen bestimmten entscheiden. Änderungen sind nur während der Buchungsfrist möglich. Bei Prüfungen finden sich Prüfungstermin und Wiederholungsprüfungstermin im Online-Vorlesungsverzeichnis.

Allen schriftlichen Leistungsnachweisen der ÄDL und der Skandinavistik muss immer eine Selbstständigkeitserklärung beigelegt sein (einzuheften am Schluss der Arbeit).  Für Leistungsnachweise der NDL oder Linguistik, VGS oder Niederlandistik erkundigen Sie sich bitte bei den Dozierenden über die Vorgaben.

Wiederholung eines Leistungsnachweises

Um ECTS-Credits für einen Leistungsnachweis zu erhalten, muss die Leistung genügend sein. Ist dies nicht der Fall, ist der Leistungsnachweis zu wiederholen. In welcher Form diese Wiederholung erfolgt, ist von der Art des Leistungsnachweises und ggf. auch vom Modultyp abhängig. Beim Leistungsnachweis PR (mündliche oder schriftliche Prüfung) besteht die Wiederholung üblicherweise aus einer Wiederholungsprüfung von gleichem Umfang und gleicher Art.

Bei ungenügenden schriftlichen Arbeiten (SA) und schriftlichen Übungen (SU) sowie Referaten (RE) besteht die Wiederholung entweder in der Wiederholung des Moduls oder aber in einer Überarbeitung des Leistungsnachweises. Es besteht allerdings kein Anspruch darauf, den Leistungsnachweis überarbeiten zu dürfen. Der Dozent/die Dozentin kann inakzeptable Leistungsnachweise ohne Überarbeitungsmöglichkeit zurückweisen. In diesem Fall ist das Modul zu wiederholen.

Wenn die Wiederholung (Wiederholung des Moduls, Wiederholungsprüfung, Überarbeitung) ungenügend ist, gilt das Modul als wiederholt (zweimal) nicht bestanden. Dies hat je nach Modultyp unterschiedliche Konsequenzen.

Nichtbestehen: Pflicht- vs. Wahlpflicht- und Wahlmodule

Wird die Wiederholung eines Pflichtmoduls nicht bestanden, wird die/der Studierende von jedem Studienprogramm ausgeschlossen, welches das betreffende Pflichtmodul als Pflichtmodul im Curriculum enthält (sog. "Fachsperre").

Wird hingegen die Wiederholung eines Wahlpflicht- oder Wahlmoduls nicht bestanden, erfolgt kein Ausschluss. Stattdessen muss das Modul 'substituiert' werden, d.h. es muss eine weitere Veranstaltung desselben Modultyps besucht werden. Eine Beschränkung der Substitutionsmöglichkeit gibt es am Deutschen Seminar nicht.

Prüfungsmodalitäten

Bei allen Modulen mit schriftlicher oder mündlicher Prüfung als Leistungsnachweis ist der Prüfungstermin im Voraus festgelegt. Die schriftlichen Prüfungen findet stets zur selben Zeit (Wochentag, Uhrzeit) statt wie die Veranstaltung und in der Regel entweder in der letzten Semesterwoche oder in den Semesterferien. Informationen zum Prüfungstermin inklusive Wiederholungsprüfungstermin finden sich im Online-Vorlesungsverzeichnis sowie auf der Homepage des Deutschen Seminars; ausserdem werden die Termine in der jeweiligen Veranstaltung bekannt gegeben.

Studierende, die nicht Deutsch als Muttersprache haben, dürfen in den schriftlichen Modulprüfungen (Leistungsnachweis PR) ein Wörterbuch benutzen.

Mit der Buchung eines Moduls verpflichtet man sich auch zur Prüfungsteilnahme. Nach Ablauf der Buchungsfrist ist eine Abmeldung von der Prüfung nur in folgenden Fällen möglich: bei Krankheit/ Unfall, Militär- und Zivildienst, bei Konflikt mit im Curriculum vorgeschriebenen Leistungen (z.B. Ex-kursionen) und bei familiären Vorkommnissen (Todesfall, Unfall/Krankheit Dritter). Eine entsprechende Bescheinigung (ärztliches Attest, Einberufungsbescheid etc.) ist vorzulegen.

Gesuche mit den entsprechenden Bescheinigungen sind umgehend, spätestens aber 5 Arbeitstage nach Prüfungstermin, schriftlich zu richten an:

Universität Zürich
Deutsches Seminar
Prüfungsbüro, Frau Rita Kretz
Schönberggasse 9
8001 Zürich

Wird dem Gesuch stattgegeben, kann die Prüfung zum Termin der Wiederholungsprüfung geschrieben werden.

Bei Nichtbestehen der Prüfung wird man schriftlich informiert. Es gibt dann zwei Möglichkeiten:

  1. Man meldet sich zur Wiederholungsprüfung an. Dies hat persönlich bei Frau Kretz im Prüfungsbüro zu erfolgen.
  2. Man wiederholt das ganze Modul inklusive Prüfung.

Unentschuldigtes, d.h. ohne Gesuch (s.o.) begründetes Nichterscheinen bei einer Prüfung gilt als Nicht-Bestehen des Moduls/der Prüfung.

Bei ungenügenden schriftlichen Arbeiten/schriftlichen Übungen kann zwischen der Überarbeitung des Leistungsnachweises (sofern angeboten) und der Wiederholung des Moduls gewählt werden. Wiederholung des Moduls bedeutet allerdings nicht, dass man (bei Pflichtmodulen) wieder zwei Versuche hat, das Modul zu bestehen. Man hat dann nur noch einen Versuch.

Wer beim ersten Prüfungstermin nicht dabei war und im ersten Versuch (dann eben zum Zeitpunkt der Wiederholungsprüfung) nicht bestanden hat, kann frühestens dann zur Wiederholungsprüfung antreten, wenn das Modul wieder angeboten wird.

Termine bei Arbeiten und schriftlichen Übungen

Die Abgabetermine für schriftliche Arbeiten und schriftliche Übungen werden von den Dozierenden festgelegt. Die Einhaltung dieser Termine ist von grösster Wichtigkeit, damit die Arbeiten/Übungen rechtzeitig korrigiert und die ECTS-Credits auf dem Transcript of Records (Kreditjournal) ausgewiesen werden können.

Module vom Typ Seminar (genauer SE+QO) sind in der Regel zweisemestrig. Im ersten Semester findet dabei die Lehrveranstaltung statt (SE), im zweiten Semester wird die Seminararbeit geschrieben (QO). Bei einigen dieser Module ist auch eine einsemestrige Variante möglich. Dort wird dann die Seminararbeit gleich im ersten Semester geschrieben und zum Ende dieses Semesters abgegeben. Diese einsemestrige Variante kann gewählt werden, wenn man das Studium zum Ende dieses Semesters abschliessen oder in einen Studienaustausch gehen will. Die einsemestrige Variante hat in der Regel eine um eins höhere Modulnummer, diese erscheint aber nicht im Buchungssystem. Wer sich für eine einsemestrige Variante entscheidet, muss also zunächst die zweisemestrige buchen und dann im Studiensekretariat (SOD 004) eine Umbuchung beantragen. Die Umbuchung muss (mit geplantem Studienabschluss oder Mobilitätssemester) begründet werden.

Die Abgabetermine für zweisemestrige schriftliche Arbeiten am Deutschen Seminar sind:

  • Beginn im FS, Abschluss im HS: Abgabetermin 1.11.
  • Beginn im HS, Abschluss im FS: Abgabetermin 15.5.

Noten

Einige Module sind benotet. In der Studienordnung und der Wegleitung sind diese gekennzeichnet. Die Abschlussnote ergibt sich aus dem Schnitt der während des Studiums erzielten Noten, nach ECTS-Credits gewichtet.

Buchungsmodalitäten bei Wiederholung

Sollten Sie eine Prüfung nicht bestehen, werden Sie vom Prüfungsbüro schriftlich über das Anmeldeprozedere für die Wiederholungsprüfung informiert. Wiederholen Sie jedoch nicht nur die Prüfung, sondern das gesamte Modul, müssen Sie dieses selbst neu buchen.