Barking Back – Studie zum interspezifischen Interaktionsverhalten zwischen Mensch und Hund

Der Hund ist des Menschen bester Freund. Ein aktiver Vierbeiner-Gefährte wird von vielen als Bereicherung empfunden. Besonders evident wird das in der aktuellen Corona-Krise: Ende 2020 verzeichnete die nationale Tierdatenbank Amicus ein Rekordhoch mit mehr als 530’000 registrierten Hunden.  

Dass das Zusammenleben zwischen Mensch und Hund in einem begrenzten Raum wie in der Stadt jedoch nicht konfliktfrei ist, zeigt nicht nur die im September 2020 veröffentlichte Neuregelung der Hundezonen in Zürich, deren Einführung bislang durch Einsprachen verhindert wird. Auch eine neue Branding-Strategie namens «Codex» des Veterinäramts des Kantons Zürich zielt mit einer Informationskampagne «auf das konfliktfreie und unkomplizierte Zusammenleben von Hunden, ihren Haltern und den Menschen ab[...], denen sie im alltäglichen Umgang begegnen».

Unser Projektvorhaben nimmt Hundebegegnungen im städtischen Umfeld aus einer holistischen wie fundamentalen Perspektive in den Fokus: Wir laden Hundehalter*innen dazu ein, ihren aus Spaziergängen, Spiel und Beschäftigung sowie Absolvierung von Kursen bestehenden Alltag mit Hilfe von erweiterten Videodaten (inkl. Eyetrackern) zu dokumentieren. Mit unserer Expertise in Ethnomethodologie und multimodaler Interaktionsanalyse wird es möglich, nicht nur grundlegende Eigenschaften der Hund-Mensch-Interaktion zu erforschen, sondern auch Konfliktsituationen wie Best Practices bei Begegnungen von Hunden, ihren Haltern und Mitmenschen im Detail zu untersuchen.