Gottfried Keller – Spielräume der Phantasie

Gottfried Keller gehört zu den prägenden Autoren des Realismus, doch sein Werk geht keineswegs in dessen programmatischer Poetik auf. Wenn er in seiner Literatur ein „Gefühl der Wirklichkeit“ schaffen will, dann nur, um sich desto ungehemmter dem „Bedürfnis der Phantasie“ hinzugeben und ihr „größeren Spielraum“ zu gewähren. Dieses spannungsreiche Verhältnis von Fakten und Fiktion steht am Beginn einer Reihe von Relektüren, die Kellers Werk mit der Ideengeschichte des „langen“ 19. Jahrhunderts vermitteln. Anlass dazu gab das Jubiläum zu Gottfried Kellers 200. Geburtstag. Die Universität Zürich beteiligte sich an den Feiern mit einer interdiszisplinären Ringvorlesung im Frühjahr 2019. Profilierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler präsentierten den Autor aus unterschiedlichen Perspektiven, rückten Bekanntes in ein neues Licht und brachten zugleich überraschende und bislang wenig beachtete Momente seines Schaffens zur Darstellung. Das vorliegende Projekt vermittelt diese Beiträge in einer Publikation, die im Anschluss an das „Gottfried Keller-Handbuch“ (2018) die Diskussion über den Autor und sein Werk auf eine neue Ebene hebt und der Forschung neue Impulse verleiht.

 

Projektleitung: Prof. Dr. Ursula Amrein

Projektförderung: Kommission UZH Interdisziplinär, Verein 200 Jahre Alfred Escher und Gottfried Keller, private Stiftung.

Laufzeit: 1. September 2019 bis 31. Dezember 2021.

 

Ausgewählte Publikationen und Interviews zum Projekt: