Newsletter des Chapters GfdSL
Den aktuellen Herbstnewsletter 2026 finden Sie hier:
Editorial aus dem Herbstnewsletter 2026
Liebe Alumnae und Alumni des Deutschen Seminars
Seinen 140. Geburtstag hat das Deutsche Seminar nun im Rücken, und wenn wir uns auch alle nur allzu gerne an den wunderbar sonnigen Festtag im vergangenen Mai zurückerinnern, so richtet sich der Blick doch sogleich wieder in die Zukunft. Insbesondere der Herbstanlass der GfdSL, für den wir uns viel vorgenommen haben, steht bald – nämlich am 28.10.26 – ins Haus, und wir würden uns freuen, Sie zahlreich an unserer Heimstätte zu Fachgespräch und informellem wie gemütlichem Austausch begrüssen zu dürfen.
Hinweisen will ich Sie zudem auf die diesjährige Zürcher Poetikvorlesung – es ist die dreissigste. Wir feiern also abermals ein Jubiläum, bei dem wir nicht nur stolz zurückblicken können, hatten wir doch mit W.G. Sebald, mit Herta Müller, mit Christoph Ransmayr, Marion Poschmann und vielen anderen über die Jahre eine stattliche Reihe namhafter Autorinnen und Autoren zu Gast. Auch mit dem kommenden Poetikdozenten, dem Texter, Sänger und Performer Blixa Bargeld, Kopf der «Einstürzenden Neubauten», werden wir eine der bedeutendsten lyrischen Stimmen der Gegenwart am Seminar begrüssen dürfen – ein weiterer Höhepunkt des Jahres.
Natürlich erstreckt sich diesseits der Festivitäten auch ein universitärer Alltag, der für die Philologien im Allgemeinen und unser Institut im Besonderen nicht wenige Herausforderungen bietet. Das gilt für die Diskussionen über den Umgang mit KI in der Lehre, es gilt für Überlegungen zu neuen Synergien zwischen Linguistik und Literaturwissenschaft und es gilt zum Dritten auch für Strategien zukünftiger Interaktion von Institut und Mittelschulen. Vieles gibt es zu tun, und während wir manche bewährte Kräfte bei der Arbeit von uns gehen lassen müssen, kommen neue Kräfte mit neuen Ideen uns zur Hilfe. So darf ich an dieser Stelle auch meinem Kollegen Daniel Müller Nielaba, der dreiundzwanzig Jahre als Ordinarius am Deutschen Seminar, acht Jahre dann auch als Studiendekan der Philosophischen Fakultät gearbeitet hat, für seine Dienste während dieser wahrlich langen Zeit danken – und zugleich Vera Thomann, die in diesem August eine Assistenzprofessur mit Tenure Track und der Denomination «Neuere und neueste Literaturformen» angetreten hat, begrüssen. Alles ist im Wandel, doch die Fackel reichen wir weiter.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen einen wunderbaren und lektürereichen Herbst – und freue mich auf ein Wiedersehen Ende Oktober bei uns am Deutschen Seminar.
Ich freue mich auf ein baldiges Kennenlernen und wünsche Ihnen bis dahin eine gute Zeit,
herzlich:
Ihr
Philipp Theisohn – Chapterpräsident & Seminarvorsteher